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Man möchte denken, die Würze in Jan's Leben kam mit dem frühen Sturz vom Heuboden, der schmählichen Niederlage im Reckturnen, dem unerklärlichen Herzklopfen in Gegenwart der mässig hübschen Primarlehrerin oder seiner ersten offiziellen Festanstellung als Plakateur beim lokalen Kulturbüro. Alles falsch. Jan erwachte zu einem nicht mehr genau festzusetzenden aber weit zurück liegenden Zeitpunkt in der vernachlässigbar kleinen Musikabteilung der heimischen Dorfbibliothek aus seinem Dornröschenschlaf, als er eine Tonbandkassette mit dem viel versprechenden Titel „Monsters of Rock“ in die Finger bekam.

 

Von da an ging's in etwa so weiter: Der Rock zeigte den Weg zum Rhythm & Blues, der Rhythm & Blues öffnete die Tür zum Soul und Funk, dann kam Jazz, Latin, Fusion und Konfusion bis Jan endlich seinem Schicksal, dem Blues, ins Antlitz blickte. Besagter Tonbandkassette sei dank - opferte er deswegen doch die zuerst Banker-Karriere dem Studium der Geschichte, liess nach dessen erfolgreichem Abschluss die akademische Karriere sausen und bog auf das harte, raue und holprige Pflaster des Blues ab.

 

Viele erlebte, erduldete, eingebildete und erfundene Einflüsse hinterliessen Spuren in Jan's gegenwärtigem Schaffen. Natürlich waren da die Eltern, die ihm die Liebe zur Musik in die Wiege legten. Vielfalt war dabei von Anfang an Programm. Klassik, Jazz, Rock'n'Roll, Canzone Italiani, Volksmusik und vieles mehr. So blieb Jan denn auch nicht beim Blues hängen. Er sagt selber: "Ich verstehe Musik universell – sie ist für mich der Ausdruck des Lebens, des frohlockenden Glücks, des abgrundtiefen Verlustes, der Schadenfreude, der Willfährigkeit, des Aufregenden, des Banalen. Dies übertrage ich nach Möglichkeit in mein Spiel. Meine Inspiration finde ich dabei in jeder Musikrichtung – immer dann wenn die Musik mit Herz gespielt ist."

 

Mancher Schuh ist denn auf der holprigen Reise löchrig gelaufen, manches Hemd speckig getragen, der Anzug abgewetzt. Die Reise hat aber erst angefangen. Die zahlreichen Live-Auftritte im In- und Ausland mit heimischen und internationalen Künstlern, Studiojobs für Radio, Film und Fernsehen, sowie die verschiedenen Mundharmonika-Workshops im ganzen Land lassen Jan frohen Mutes voranschreiten.

 

Sein gegenwärtiges und bisheriges Schaffen kann >>hier nachgeschlagen werden.